Das sogenannte „Offene Bein“ ist eine weit verbreitete Krankheit: Über eine Million Menschen in Deutschland leiden an einem Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris). Der Auslöser kann banal sein: Eine offene Stelle am Fuß durch einen neuen Schuh, ein Fremdkörper in der Haut, aber auch Allergien oder Infektionen. Systemische Faktoren wie Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus) oder Gefäßschäden hemmen die Wundheilung und tragen so wesentlich zur Entstehung der chronischen Wunde bei.  

Es gibt mehrere Ursachen, warum die Wunden an den Beinen nicht heilen. Eine davon sind Krampfadern und die Folgen von Thrombosen oder ausgeprägten Ödemen. Die meisten venenbedingten chronischen Wunden können nach einigen Monaten zur Abheilung gebracht werden, kommen mehrere Ursachen zusammen, kann es länger dauern. 

Zu Anfang steht die Ursachensuche (Arterien, Venen, Lymphe, andere?), hierfür verwenden wir den Ultraschall der Gefäße. Anschließend wird die Therapie eingeleitet, je nach vorhandenem Befund. Die optimale Therapie eines Ulcus cruris wird individuell festgelegt. Meist benötigt das Bein zunächst Wundauflagen, eine Kompressionstherapie und ggf. Antibiotika. In einigen Fällen wird ein Eingriff an Venen oder Arterien nötig.